Ist eine private Unfallversicherung trotz gesetzlichem Schutz sinnvoll?

Die gesetzliche Unfallversicherung kommt nicht für Unfälle in der Freizeit auf – hier ereignen sich die meisten Unfälle.

Die gesetzliche Unfallversicherung – in der Angestellte, aber auch Kinder, Auszubildende und Studenten pflichtversichert sind – greift nur bei Unfällen, die sich bei der Ausübung der beruflichen Tätigkeit oder auf dem direkten Hin- und Rückweg zum und vom Arbeitsplatz ereignen. Analog verhält es sich bei Kleinkindern, Schülern oder Studenten bei Unfällen im Kindergarten, in der Schule oder Uni sowie auf dem direkten Weg dorthin oder von dort nach Hause. Freiberufler und Selbstständige können sich freiwillig gesetzlich unfallversichern, Rentner und Hausfrauen haben gar keinen gesetzlichen Versicherungsschutz. Die meisten Unfälle, nämlich rund 60 Prozent, passieren jedoch in der Freizeit. Vor den finanziellen Folgen ist dann nur derjenige geschützt, der eine private Unfallversicherung abgeschlossen hat.

Private Unfallversicherung: Sinnvoll für alle, die ihre Zukunft finanziell absichern wollen

Eine private Unfallversicherung ist dann sinnvoll, wenn der Versicherungsnehmer häufig aktiven Hobbys nachgeht wie zum Beispiel Motorradfahren, Mountainbiken, Skifahren oder Snowboarden. Für Senioren ist eine Unfallversicherung empfehlenswert, da bei ihnen auch kleine Unfälle, wie zum Beispiel Stürze, gravierende Folgen haben können. Eltern sollten zudem speziell für ihre Kinder eine Unfallversicherung abschließen. In den banalsten Alltagssituationen können schwere Unfälle passieren, zum Beispiel wenn der Nachwuchs aktiv einer Sportart nachgeht und daher regelmäßig einem erhöhten Unfallrisiko ausgesetzt ist. Hier ist eine Unfallversicherung doppelt ratsam.