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Freizeit

Reisetrend Cool­cation: Ab­küh­lung statt Hitze­schlacht

15.04.2026 - Für die einen gehört das Schwitzen am Mittelmeer einfach dazu, für immer mehr Reisende wird die extreme Sommerhitze im Süden jedoch zur Belastung. Der neue Trend heißt „Coolcation“. Lesen Sie hier alles Wissenswerte über den neuen Reisetrend.

Lesedauer: 4 Minuten

Meine Erfahrung: Im Hochsommer ist es im Süden zu heiß

Früher bedeutete Sommerurlaub für mich: Sonne, Strand und mindestens 30 Grad. Doch nach einem Sommerurlaub im Juli in Italien vor drei Jahren bei knapp 40 Grad stand für mich fest: Das mache ich nicht noch einmal. Mit diesem Gefühl scheine ich nicht allein zu sein. Das zeigt der neue Reisetrend „Coolcation”.

Reisetrend Coolcation: Was ist das eigentlich?

Der Begriff setzt sich aus den Wörtern „cool“ und „vacation“ zusammen. Es geht darum, der extremen Hitze des Südens zu entfliehen und stattdessen Reiseziele mit angenehmen Temperaturen zu wählen. Dazu zählen beispielsweise die skandinavischen Länder, Island, Schottland oder auch die heimischen Berge.

Warum sollte man das tun?

Die Gründe sind vielfältig: Man kann nachts besser schlafen, ist tagsüber aktiver und entgeht den riesigen Touristenströmen, die sich an den Mittelmeerstränden drängen.

Wohin zur Coolcation? Die Qual der Wahl

Je nachdem, wie „cool“ man es mag, gibt es verschiedene Möglichkeiten. Hier ein paar Beispiele:

  • Skandinavien (Schweden, Norwegen, Dänemark): Hier erwarten Sie endlose Wälder, glasklare Seen und angenehme Temperaturen. In den skandinavischen Ländern kann man wunderbar am See entspannen, ohne einen Hitzschlag zu riskieren. Die Infrastruktur ist hervorragend, egal, ob man mit dem Camper oder dem Zug unterwegs ist.
  • Island oder Schottland: Für alle, die es wilder mögen. Hier kann es auch im Sommer regnen oder windig sein, doch die Natur ist überwältigend. Wer gerne wandert, wird die kühlen Brisen und die dramatischen Wolkenspiele lieben.
  • Die Alpen: Es muss nicht immer der hohe Norden sein. Auch in den Bergen ist es deutlich kühler als im Flachland. Besonders nachts kühlen die Täler angenehm ab – perfekt für einen erholsamen Schlaf.
  • Ost- und Nordsee: Ein Klassiker, der durch den Coolcation-Trend eine neue Relevanz erhält. Zwar ist das Wasser frischer, doch die salzige Meeresbrise ist bei Rekordtemperaturen im Rest des Landes unbezahlbar.

Vorteile der Coolcation

Während traditionelle Sonnenziele oft mit extremer Hitze und überfüllten Stränden kämpfen, bietet der Trend zur „Coolcation“ eine erfrischende Alternative.

  • Aktivität statt Trägheit

    Kennen Sie das? Man nimmt sich vor, im Urlaub die Stadt zu erkunden oder wandern zu gehen, aber bei 35 Grad reicht die Kraft gerade mal für den Weg zur Eisdiele. Bei einer Coolcation ist das anders. Man hat Energie für lange Spaziergänge, Radtouren oder Sightseeing und muss nicht ständig nach Schatten suchen.

  • Bessere Schlafqualität

    Nichts ist anstrengender als ein stickiges Hotelzimmer ohne Klimaanlage bei Tropennächten. Im Norden kühlt es abends ab. Man kann das Fenster offenlassen, die frische Luft einatmen und am nächsten Morgen wirklich erholt aufwachen.

  • Neues entdecken

    Mit dem Coolcation-Trend entdeckt man oft Landschaften und Städte, die man sonst eher links liegen gelassen hätte. Ob Mitternachtssonne im Norden oder saftig grüne Bergwiesen – setzen Sie auf Erlebnisse abseits des Mainstreams.

Nachteile der Coolcation

Wo viel Licht ist, ist bekanntlich auch Schatten – oder im Fall der Coolcation: gelegentlich eine Regenwolke. So attraktiv die Flucht vor der Hitze auch ist, bringt der Verzicht auf die klassische Sonnengarantie des Südens einige Nachteile mit sich.

  • Das Wetterrisiko

    Während man im Süden im Juli fast eine „Sonnengarantie“ hat, kann es bei einer Coolcation auch mal drei Tage lang regnen. Die richtige Kleidung ist hier das A und O.

  • Die Kosten

    Skandinavien und Island sind bekanntermaßen keine günstigen Reiseziele. Ein Bier im Restaurant oder der Wocheneinkauf im Supermarkt können das Budget deutlich stärker belasten als in Italien oder Griechenland.

  • Keine klassische „Strandbräune“

    Wer aus dem Urlaub zurückkommen möchte und allen zeigen will, wie braun er beim Sonnenbaden geworden ist, wird bei einer Coolcation eventuell enttäuscht.

Meine fünf Tipps für eine gelungene Coolcation

  1. Zwiebelprinzip bei der Kleidung: Auch im Sommer sollten Sie schichtweise packen. Ein T-Shirt für die Sonne, eine Fleecejacke für den Wind und eine Regenjacke sind in kühleren Regionen Pflicht.
  2. Frühzeitig buchen: Da Coolcation immer beliebter wird, sind die besten Unterkünfte in Skandinavien oder an der Ostsee oft schon Monate im Voraus ausgebucht.
  3. Die richtige Ausrüstung: Wenn Sie in kühlen Regionen wandern möchten, sollten Sie nicht an guten Schuhen sparen. Ein nasser Fuß bei 15 Grad ist deutlich unangenehmer als bei 30 Grad.
  4. Flexibilität im Tagesplan: Nutzen Sie die schönen Stunden konsequent. Wenn morgens die Sonne scheint, gehen Sie raus! Wenn es nachmittags regnet, ist Zeit für ein Museum oder ein gemütliches Café.
  5. Reiseversicherung nicht vergessen: Auch hier gilt: Eine gute Absicherung ist wichtig. Gerade bei Outdoor-Aktivitäten gibt Ihnen eine Auslandsreisekrankenversicherung die nötige Sicherheit.

Mein Fazit

Ich kann jeden verstehen, der Sommer, Sonne und Strand liebt. Wer nicht auf den Süden Europas verzichten möchte, für den empfiehlt es sich, den Urlaub in andere Monate als die Sommermonate zu legen. Im Frühjahr oder Herbst herrschen angenehme Temperaturen und es ist meist auch weniger los.

Die Autorin: Katharina Schmidl

Katharina Schmidl arbeitet seit 2021 bei der Württembergischen Versicherung als Content Marketing Managerin. Ihre Leidenschaft für Content hat sie während ihres Studiums der Kommunikationswissenschaften entdeckt und seitdem in verschiedenen Positionen in Marketing und Kommunikation eingesetzt.

Ich schiebe meinen Sommerurlaub im Süden Europas dieses Jahr einfach schon in den Mai. Dann herrschen angenehme Temperaturen, nur das Baden im Meer könnte etwas frisch werden.

Katharina Schmidl

Redakteurin württgemacht Blog

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