• 10 Fragen und Antworten zum Schutz bei extremen Wetterereignissen
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10 Fragen und Antworten zum Schutz bei extremen Wetterereignissen

31.05.2023 - Wassermangel und Dürre auf der einen - Starkregenereignisse, Hochwasser und Überschwemmungen auf der anderen Seite. Längst sind wir alle von extremen Wetterereignissen betroffen. Doch wie sichern sich Privatpersonen und Betriebe am besten ab?

Lesedauer: 3 Minuten

Unsere Antworten auf die wichtigsten Fragen

Besonders nach starken Unwettern liest man in der Zeitung und online häufig von der Elementarversicherung. Nach ein paar Wochen lässt die Aufmerksamkeit für das Thema jedoch wieder stark nach. Die wichtigsten Informationen zur Absicherung finden Privatpersonen und Unternehmen in diesem Frage-und-Antwort-Beitrag.

1) Welche Schäden werden von einer Wohngebäudeversicherung übernommen und welche nicht?

Über die Wohngebäudeversicherung sind üblicherweise Schäden durch Feuer, Leitungswasser, Sturm oder Hagel abgesichert. Kein Versicherungsschutz besteht unter anderem für Schäden durch Kriegsereignisse, Kernenergie, Schimmel oder vorsätzlich herbeigeführte Schäden.

2) Wieso ist ein extra Elementarschutz notwendig?

Auch in Deutschland erleben wir bereits häufiger extreme Wetterereignisse und in den kommenden Jahrzehnten werden diese wahrscheinlich weiter zunehmen – ebenso die dadurch entstehenden Schäden an Gebäuden und Hausrat. Elementarschäden, die beispielsweise durch Überschwemmungen (z. B. bei Starkregen), Rückstau oder Erdrutsche entstehen, müssen in der Wohngebäude- oder Hausratversicherung zusätzlich mitversichert werden.

3) Andere Versicherer bieten ihre Wohngebäudeversicherung nur noch mit Elementarschutz an. Wie sieht es bei der Württembergischen aus?

Wir bei der Württembergischen Versicherung bieten unseren Kunden den Elementarschutz standardmäßig als Ergänzung zu unserer Wohngebäude- und Hausratversicherung an. Der Kunde kann aber grundsätzlich frei wählen, welche Gefahren er versichern möchte.

4) Eine Umfrage von Verivox aus dem Jahr 2022 ergibt, dass 76 % der Befragten angaben, einen Elementar-Versicherungsschutz zu haben. In der Realität sind es wohl nur 50 %. Die Vermutung lautet: Die Menschen überschätzen ihren Versicherungsschutz. Was denken Sie dazu? Können Sie das bestätigen?

Wir erleben auch immer wieder, dass Kunden beim Umfang ihrer Versicherungen automatisch von einer „Vollkasko-Deckung“ wie in der Kraftfahrzeug-Versicherung ausgehen. Die Wohngebäude- und Hausratversicherung bietet jedoch viele Möglichkeiten, Umfang und Leistung des Versicherungsschutzes individuell zu gestalten. Die Bandbreite zwischen Grundabsicherung und „Vollkasko“ ist groß. Umso wichtiger ist eine kompetente und transparente Beratung durch einen Außendienstmitarbeiter, um im Schadenfall nicht im Regen zu stehen.

5) Wie viele Privatkunden der Württembergischen haben einen Elementarschutz in ihrer Wohngebäudeversicherung integriert?

In den letzten Jahren ist erfreulicherweise ein Anstieg bei der Mitversicherung von Elementargefahren zu verzeichnen. Die Kunden sind für die Notwendigkeit und den Nutzen dieses Versicherungsschutzes, sicherlich auch aufgrund der Unwetter-Ereignisse in jüngster Vergangenheit, zunehmend sensibilisiert. In unserer aktuellen Hausratversicherung haben circa 65 % aller Kunden den Elementarschutz integriert, in der aktuellen Wohngebäudeversicherung sind es circa 85 %.

6) Mit welchen Versicherungen können sich Firmenbesitzer vor Hochwasser- und Starkregenschäden schützen? Was ist damit versichert?

Betriebe können sich mit unserer betrieblichen Elementarversicherung vor Hochwasser- und Starkregenschäden absichern. Diese kann als zusätzlicher Gefahrenbaustein in unsere Inhaltsversicherung, Gebäudeversicherung oder Ertragsausfallversicherung integriert werden. Damit werden entweder Sachwerte wie das Gebäude oder das Inventar versichert oder im Rahmen der Ertragsausfallversicherung der entgangene Gewinn.

7) Wieso ist ein extra Baustein für den Elementarschutz notwendig?

Der Versicherungsschutz ist modular aufgebaut, so kann jeder Kunde selbst entscheiden, ob er einen Schutz benötigt oder nicht.

8) Gibt es bei Firmen irgendwelche Besonderheiten bzgl. dem Thema Elementarversicherung?

Die Versicherungssummen sind im gewerblichen Bereich natürlich deutlich höher und daher sind häufig auch die Selbstbeteiligungen höher. Außerdem gibt es Haftungsbegrenzungen pro Jahr, die es für Privatpersonen so nicht gibt.

9) Wie viele Firmenkunden der Württembergischen haben aktuell einen Elementarschutz in ihrer Absicherung integriert?

In der Gebäudeversicherung haben circa 70 % unserer Firmenkunden einen Elementarschutz – das ist relativ hoch, jedoch auch weil die Gebäudeversicherung in Baden-Württemberg früher Pflicht war. In der Inhalts- und Ertragsausfallversicherung sind es zwischen 50 und 60 %. Die Quote steigt jedoch stetig, natürlich auch aufgrund von solchen Ereignissen wie im Ahrtal. Nach solchen Ereignissen ist die Aufmerksamkeit immer besonders hoch, lässt jedoch auch relativ schnell wieder nach.

10) Was unternimmt die Württembergische, um Kunden für das Thema zu sensibilisieren?

Wir informieren seit Jahren unsere Kunden, die eine Lücke im Elementarschutz haben, einmal pro Jahr. Auf unserer Homepage haben wir darüber hinaus einen eigenen Bereich zu diesem Thema eingerichtet, damit sich auch unsere zukünftigen Kunden einen Überblick verschaffen können. In unseren Ratgebern zu den Themen Naturgefahren und Hochwasserschutz bieten wir wichtige Informationen zur Prävention an.

Die Autorin: Katharina Schmidl

Katharina Schmidl arbeitet seit 2021 bei der Württembergischen Versicherung als Content Marketing Managerin. Ihre Leidenschaft für Content hat sie während ihres Studiums der Kommunikationswissenschaften entdeckt und seitdem in verschiedenen Positionen in Marketing und Kommunikation eingesetzt.

Lieber einmal zu oft die Versicherungsbedingungen überprüft, ob Elementarschäden eingeschlossen sind, als im Fall der Fälle nicht abgesichert zu sein.

Katharina Schmidl Autorin Württembergische Blog

Katharina Schmidl

Redakteurin württgemacht Blog

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