Was kann passieren, wenn ich ohne Auslandreisekrankenversicherung verreise – wer zahlt?

Auf Reisen krank zu werden oder einen Unfall zu haben, kann ohne Versicherung sehr teuer werden. Besonders, wenn ein Rücktransport in die Heimat nötig ist.

Die gute Nachricht vorweg: Die Auslandsreisekrankenversicherung ist eine recht günstige Versicherung. Einzelpersonen bezahlen bei vielen Versicherern weniger als 20 Euro pro Jahr. Zudem lässt sich die Versicherung schnell und unkompliziert abschließen – bei vielen Versicherern sogar bis zum letzten Tag vor der Abreise.

Und sie lohnt sich. Denn die gesetzliche Krankenversicherung bezahlt nur für medizinische Leistungen, die innerhalb der Europäischen Union erbracht werden oder in Ländern, mit denen ein Sozialversicherungsabkommen besteht, etwa der Türkei oder Tunesien. Die Gesamtsumme wird dabei aber selten übernommen, sondern meist nur ein Bruchteil der Kosten. Einen Rücktransport ins Heimatland übernimmt die gesetzliche Krankenversicherung nie – die Kosten dafür können schnell in den fünfstelligen Bereich gehen.

Gesund, aber bankrott – kein schöner Ausgang eines Urlaubs.

Ein weiteres Beispiel dafür, wie schnell ein Unfall im Ausland teurer werden kann als die Reise selbst: Ein Urlauber zieht sich in den USA bei einem Sturz schwere Verletzungen zu, wird operiert und danach mehrere Tage stationär behandelt. Kostenpunkt: Mehrere Tausend Euro. Die gesetzliche Krankenkasse in Deutschland übernimmt davon nichts. Wer ohne zusätzliche Absicherung verreist und im Ausland medizinisch behandelt werden muss, kann folglich zwar gesund nach Hause zurückkehren, im allerschlimmsten Fall aber auch um ein paar etliche Tausend Euro ärmer.