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Karies gehört weltweit zu den häufigsten Zahnerkrankungen. Doch wie läuft eine Kariesbehandlung genau ab? Welche Kosten kommen auf Patienten zu und wann lohnt sich eine Zahnzusatzversicherung? Das erfahren Sie in unserem Ratgeber.
Lesedauer: 10 Minuten
Karies ist eine Erkrankung, bei der Bakterien den Zahnschmelz angreifen. Diese Bakterien ernähren sich von Zucker aus unserer Nahrung und wandeln ihn in Säure um. Die Säure löst wichtige Mineralien aus dem Zahn heraus. Passiert das über einen längeren Zeitraum, wird der Zahn weich und brüchig – es entsteht das typische „Loch“. Wichtig zu wissen: Karies entsteht nicht über Nacht. Es ist ein schleichender Prozess, den man im frühen Stadium oft noch stoppen kann, bevor der Bohrer zum Einsatz kommen muss.
Die positive Nachricht vorweg: Seit der ersten Deutschen Mundgesundheitsstudie im Jahr 1989 hat sich die Verbreitung von Karies in Deutschland deutlich verringert. Besonders deutlich zeigt sich dieser Rückgang bei Kindern: So hat sich Karies bei den 12-Jährigen seit Ende der 1980er Jahre auf ein Zehntel ihres Ausgangswerts verringert.
Die Deutsche Mundgesundheitsstudie erfasst die sogenannte „mittlere Karieserfahrung“. Dies beschreibt alle durch Karies oder Kariesfolgen betroffenen Zähne eines Gebisses.
Um Karies effektiv behandeln zu können, ist es wichtig, die Ursachen zu verstehen und Symptome frühzeitig zu erkennen.
Karies entsteht nicht durch eine einzelne Ursache, sondern meist durch das Zusammenspiel mehrerer Faktoren über einen gewissen Zeitraum hinweg:
Das Tückische an Karies ist, dass sie anfangs oft nicht wehtut. Die Anzeichen hängen davon ab, wie weit die Karies fortgeschritten ist.
Im Frühstadium sind oft kreideweiße Flecken auf dem Zahn zu sehen. Das bedeutet, dass der Zahnschmelz an dieser Stelle Mineralien verliert. Später können sich diese Flecken dunkel verfärben. Schmerzen haben Sie hier meist noch keine.
Wenn die Karies die harte Schutzschicht (Schmelz) durchbrochen hat und das weichere Zahninnere (Dentin) erreicht hat, entsteht ein spürbares Loch. Jetzt treten oft Zahnschmerzen auf, besonders wenn Sie etwas Süßes, Saures, Kaltes oder Heißes zu sich nehmen. Auch Mundgeruch kann ein Warnsignal sein.
Ja, die Bakterien, die Karies verursachen, können übertragen werden. Das passiert oft schon bei Kleinkindern, wenn Eltern den Schnuller oder Löffel ablecken und dem Kind dann geben. Aber keine Sorge: Nur weil Bakterien übertragen werden, bekommt man nicht automatisch Karies. Gute Zahnpflege und eine zuckerarme Ernährung sind der beste Schutz.
Es gibt verschiedene Möglichkeiten, um Karies sicher festzustellen:
Zahnsubstanz, die einmal zerstört wurde, wächst nicht nach. Ein Loch heilt also nicht von selbst wie eine Wunde auf der Haut. Wenn jedoch nur weiße Flecken zu sehen sind, kann der Prozess oft noch gestoppt und der Zahn durch gute Pflege und Fluorid wieder gehärtet werden (Remineralisierung). Ist jedoch ein echtes Loch entstanden, muss der Zahnarzt die Karies entfernen und den Zahn reparieren.
Nicht jeder kleine braune Fleck muss sofort gebohrt werden. Doch ab einem gewissen Punkt kommen Sie um eine Behandlung nicht herum.
Der Zahnarzt muss eingreifen, wenn:
Wenn Sie zu lange mit der Behandlung warten, dringen die Bakterien immer tiefer in den Zahn ein. Wenn sie den Zahnnerv im Inneren erreichen, entzündet sich dieser. Das führt zu sehr starken Schmerzen. Stirbt der Nerv ab, ist eine Wurzelbehandlung nötig, um den Zahn zu retten. Im schlimmsten Fall muss der Zahn gezogen werden, sonst kann sich die Entzündung in den Kieferknochen ausbreiten.
Der Ablauf einer Kariesbehandlung hängt stark vom Stadium der Erkrankung ab.
Der klassische Weg, um Karies zu entfernen, ist der Bohrer.
Steht die Karies noch ganz am Anfang, gibt es Alternativen zum Bohrer.
Nachdem die Karies entfernt wurde, muss das entstandene Loch wieder verschlossen werden. Dafür gibt es mehrere Möglichkeiten.
Diese Zahnfüllungen werden direkt im Mund des Patienten eingesetzt – in der Regel in nur einer Sitzung. Sie sind in unterschiedlichen Materialien verfügbar:
Indirekte Füllungen sind im Labor gefertigte Füllungen (z. B. Zahn-Inlays, -Onlays, -Overlays). Diese haben eine höhere Passgenauigkeit und werden häufig verwendet, wenn der Zahndefekt größer ist. Inlays, Overlays und Onlays werden meist aus Keramik oder Gold angefertigt.
Eine einfache Füllung dauert meist ca. 20 bis 45 Minuten. Aufwendige Rekonstruktionen oder die Vorbereitung für ein Inlay können bis zu einer Stunde oder länger dauern.
Zahnbehandlungen sind Routine, aber ganz ohne Risiken geht es nie.
Solange die Betäubung noch wirkt, sollten Sie nichts essen und keine heißen Getränke trinken. Die Gefahr ist groß, dass Sie sich unbemerkt auf die Wange beißen oder sich verbrennen. Danach können Sie wieder normal kauen. Putzen Sie weiterhin gründlich Zähne, damit am Rand der neuen Füllung keine neue Karies entsteht.
Die beste Behandlung ist die, die Sie gar nicht erst benötigen. Zur Prävention sollten Sie daher Folgendes tun:
Die Kosten für eine Kariesbehandlung variieren je nach Größe des Defekts und gewähltem Material. Die Kosten für die Diagnose und Untersuchung werden in der Regel von der gesetzlichen Krankenkasse übernommen.
| Behandlung | Durchschnittliche Kosten1 |
|---|---|
Zahnfüllung aus Glasionomerzement | 0-50 € |
Zahnfüllung aus Komposit | 70-300 € |
Zahn-Inlay | 300-1.000 € |
Kariesinfiltration (ohne Bohren) | 80-120 € |
1 Diese Preise sind Richtwerte und können je nach individuellem Fall und regionalen Gegebenheiten variieren.
Die GKV übernimmt die Kosten für die Regelversorgung: Die Kosten für Diagnose und Untersuchung sind in der Regel abgedeckt. Bei Zahnfüllungen übernimmt die GKV im hinteren Zahnbereich lediglich Füllungen aus Glasionomerzement. Im sichtbaren Frontzahnbereich werden hingegen Kompositfüllungen erstattet.
Der Eigenanteil errechnet sich aus den Gesamtkosten abzüglich des Anteils, den die gesetzliche Krankenkasse übernimmt.
Berechnungsbeispiele:
Eine private Zahnzusatzversicherung ist die optimale Lösung, um nicht auf den hohen Kosten für hochwertige, ästhetische Füllungen sitzen zu bleiben. Unsere Leistungen im Überblick:
| Kompositfüllung im Seitenzahnbereich | Keramik-Inlay | |
|---|---|---|
Rechnungsbetrag | 200 € | 750 € |
Anteil, den die gesetzliche Krankenversicherung übernimmt | Zwischen 40 und 80 € | Zwischen 40 und 80 € |
Eigenanteil ohne private Absicherung | 120 – 160 € | 670 – 710 € |
Eigenanteil mit ZahnSchutz Kompakt | 0 € | 187,50 € |
Eigenanteil mit ZahnSchutz Komfort | 0 € | 75 € |
Eigenanteil mit ZahnSchutz Premium | 0 € | 0 € |
Falls Sie noch offene Fragen zur Zahnzusatzversicherung haben oder eine persönliche Beratung wünschen, wenden Sie sich gerne an uns. Die Beraterinnen und Berater der Württembergischen sind Ihr persönlicher Ansprechpartner vor Ort. Ein verlässlicher Partner, der Ihnen in allen Versicherungs- und Vorsorgefragen mit Rat und Tat zur Seite steht. Gemeinsam finden wir eine passende Lösung für Ihre individuellen Bedürfnisse.
Wenden Sie sich einfach an die Ihnen bekannte Versicherungsagentur oder finden Sie hier Ihren persönlichen Ansprechpartner
In der Regel wird die Kariesbehandlung unter örtlicher Betäubung durchgeführt, sodass der Patient keinen Schmerz spürt. Lediglich das Setzen der Spritze und die Vibration des Bohrers werden wahrgenommen.
Je eher, desto besser. Daher sollten Sie regelmäßig zur Zahnvorsorge gehen. Dort kann Karies frühzeitig erkannt werden, bevor Schmerzen auftreten.
Das hängt vom Material ab. Kompositfüllungen halten durchschnittlich zwischen fünf und zehn Jahre, Keramikinlays können zehn bis 20 Jahre halten.
Unbehandelte Karies führt zur Zerstörung des Zahns, Befall des Nervs (Wurzelkanalbehandlung nötig) und schlimmstenfalls zum Zahnverlust oder zu Abszessen im Kiefer.
In der Regel nicht. Bei Kindern kommen meist plastische Füllungen (z. B. aus Komposit) zum Einsatz, da sich deren Zähne noch im Wachstum befinden. Feste laborgefertigte Inlays sind meist zu aufwendig und teuer für kindliche Milchzähne, die ohnehin früher oder später ausfallen.
Die Begriffe Kompositfüllung und Kunststofffüllung werden im Alltag oft synonym verwendet – medizinisch betrachtet gibt es jedoch Unterschiede:
In der modernen Zahnmedizin sind Kompositfüllungen heute der Standard – insbesondere im sichtbaren Front- und Seitenzahnbereich. Wenn also von einer Kunststofffüllung die Rede ist, handelt es sich in der Regel um eine Kompositfüllung.
Ja. Amalgamfüllungen durften bereits seit längerem nicht bei schwangeren, stillenden oder nierenkranken Personen verwendet werden. Seit 2025 sind Zahnfüllungen aus Amalgam generell in Deutschland verboten. Die gesetzliche Krankenkasse übernimmt in der Regel Zahnfüllungen aus Glasionomerzement, Schwangere erhalten jedoch häufig Kompositfüllungen.
Die Zahnstaffel der Württembergischen Zahnzusatzversicherung gilt nur für Zahnersatz. Darüber hinaus gibt es in den ersten drei Vertragsjahren Leistungsbegrenzungen für kieferorthopädische Behandlungen.
Eine private Zahnzusatzversicherung ist nicht nur eine optimale Absicherung, sondern ermöglicht auch den Zugang zu hochwertigen und modernen Behandlungsformen, die weit über die Standardversorgung der gesetzlichen Krankenkassen hinausgehen.
Sie sind auf der Suche nach einer Zahnzusatzversicherung? Dann sind Sie hier richtig. Wir vergleichen für Sie die Leistungen der gesetzlichen Krankenkasse mit unserer Zahnzusatzversicherung sowie die Leistungen unserer drei ZahnSchutz-Pakete.
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Zahnzusatzversicherungen sind sinnvoll für Kinder, Jugendliche, Erwachsene und selbst Seniorinnen und Senioren. Wer eine Zahnbehandlung oder sogar Zahnersatz benötigt, der schützt sich mit einer Zahnzusatzversicherung vor den mitunter hohen Kosten.
Auf der Suche nach dem richtigen Zahn-Tarif stellen sich viele Eltern die Frage, ob es Zahnzusatzversicherungen mit Familien-Tarifen gibt. Also eine "Zahn-Allzweck-Versicherung", die für Eltern und Kids passt.
Auf dieser Seite erfahren Sie, ob und - wenn ja - ab wann sich eine Zahnzusatzversicherung für Ihr Kind lohnt. Abschließen lässt sie sich früh, aber ist sie wirklich sinnvoll für den Nachwuchs?
Und macht jederzeit ein gutes Gefühl. Was möchten Sie wissen?
Zeigen Sie Ihr schönstes Lächeln – auch wenn Ihre Zähne nicht wie in der Werbung glänzen. Viel wichtiger als die perfekt aussehenden Zähne ist doch deren Gesundheit. Dafür können Sie mit unserer Zahnzusatzversicherung ohne Wartezeit sorgen.
Zahnzusatzversicherung