Beeinflusst mein Beruf die Beitragshöhe der Berufsunfähigkeitsversicherung?

Der Beruf ist ein entscheidender Faktor für die Beitragshöhe der BU. Ist der Vertrag einmal abgeschlossen, verliert er aber an Bedeutung.

Der Berufsalltag des Maurers birgt mehr Gefahren, einen physischen Schaden davonzutragen, als beispielsweise der des Mathematikers. Gleichzeitig ist das Risiko, dass etwa nach einem Unfall der zuletzt ausgeübte Beruf nicht wieder aufgenommen werden kann, bei einer körperlichen Tätigkeit weitaus höher als beim Bürojob. Dementsprechend entscheidet das jeweilige Berufsrisiko neben Alter und Gesundheitszustand bei Vertragsabschluss sowie weiteren Faktoren über die Höhe des Versicherungsbeitrags.

Beim Abschluss der Berufsunfähigkeitsversicherung gilt es auf zwei Punkte besonders zu achten. Zum einen sollte sich ein Berufswechsel nach Abschluss des Vertrags nicht auf die Versicherungsbedingungen und -beitrag auswirken. Die Württembergische verzichtet zum Beispiel auf die Meldepflicht und Prämienerhöhungen, auch wenn der Kunde nach dem Wechsel einen gefährlicheren Beruf ausübt. Zum anderen sollte der Versicherer auf die sogenannte abstrakte Verweisung verzichten, wie es auch die Württembergische tut. Das bedeutet, dass sie die vertraglich vereinbarte Rente ausbezahlt, wenn der eigene Beruf nicht mehr ausgeübt werden kann und nicht etwa auf eine andere Tätigkeit verweist, die noch problemlos ausgeübt werden könnte.